Nachrichten

Info: Abgabetermin für Förderanträge 2017 (I)

Förderanträge an den Stiftungsvorstand für das Jahr 2017 (I) sind bis spätestens bis zum 5. Mai an die Geschäftsstelle der Stiftung zu richten.

Verleihung des Barbara-Schadeberg-Preises 2016 im Rahmen der Vorlesungsreihe am 28. Oktober in Bamberg

In einer feierlichen Festveranstaltung am Abend des 28. Oktober 2016 im Rahmen der Barbara-Schadeberg-Vorlesungen in Bamberg wurden die drei Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs der Barbara-Stiftung ausgezeichnet. Im Anschluss an die Würdigung der erfolgreichen Wettbewerbsbeiträge zum Thema  „Evangelische Schulen in der Einen Welt“ durch die Leiterin der Wissenschaftlichen Arbeitsstelle Evangelische Schule (WAES), OKRin Dr. Uta Hallwirth, gratulierte Stifterin Barbara Lambrecht-Schadeberg persönlich und übereichte die Urkunden an die Siegerschulen:

Den 1. Preis – dotiert mit 5.000 € – errangt das Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau. (Foto oben)

Über den 2. Preis – in Höhe von 3.000 € – freut sich das Gymnasium Unterstrass/Zürich. (Foto oben)

Der 3. Preis – verbunden mit 2.000 € Preisgeld – ging an das Christliche Gymnasium Jena. (Foto oben)

Mit den Preisträgern freute sich und feierte das interessierte, fachkundige Publikum, das einen anregenden Abend in festlichem Ambiente erlebte, musikalisch hervorragend begleitet von der Klarinetten- und Saxofoncombo der Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg!

Rückblick auf die 7. Barbara-Schadeberg-Vorlesungen am 27./28.10.2016 in Bamberg

von Prof. Dr. Martin Schreiner, Stiftungsuniversität Hildesheim (Auszug)

… Natürlich ist es immer eine große Herausforderung für die Programmverantwortlichen, möglichst vielfältige Facetten des Tagungsthemas anklingen zu lassen und dabei eine gelingende Balance zwischen Theoriebeiträgen und Raum für Rückfragen und Beiträge der Teilnehmenden zu finden. Berücksichtigt man in dem Tagungsecho aber die mannigfaltigen Gelegenheiten zum Gespräch und Austausch bei Kaffee und Kuchen, bei dem literarischen Abendspaziergang, beim Abendessen und nach der Festveranstaltung auf dem Michaelsberg oder auf dem Weg zur oder von der anregenden Morgenandacht in der Stephanskirche, so können wir auf eine sehr gelungene Mischung aus anspruchsvoller Theorie und lebendigem Praxisaustausch zurückblicken!

Evangelische Schulen und religiöse Bildung in der Weltgesellschaft. Es geht also in den 7. Barbara-Schadeberg-Vorlesungen um evangelische Schulen, um religiöse Bildung und um die Weltgesellschaft. Erstmals sollte hier in Bamberg die Frage nach der Identität und dem Profil evangelischer Schulen in dezidiert globaler Perspektive diskutiert werden – und zwar im Bewusstsein, „dass sich die raumgreifende Globalisierung von Religion in der Gegenwart längst und mit steigender Wahrnehmbarkeit auch in deutschen Klassenzimmern bemerkbar macht.“ (Einladungstext). Wie können evangelische Schulen auf die „Eine Welt“ Bezug nehmen? Wie können sie sicher sein, mit den anderen 400 Millionen evangelischen Christinnen und Christen verantwortungsvoll die „Eine Welt“ mitzugestalten? Wie können Globalisierung als Lernanlass genutzt und der globale Blick als eine Art Leitperspektive berücksichtigt werden in der Gestaltung, Planung und Durchführung von Schule und Unterricht? Wie kann religiöse Bildung an evangelischen Schulen im Spannungsfeld von Regionalität und Universalität Lernende dabei unterstützen, ein eigenes Gleichgewicht im Verhältnis zur Welt als Ganzer zu finden?

In seinem Grußwort betonte Universitätspräsident Godehard Ruppert das großartige Engagement der Stifterin, das keineswegs selbstverständlich sei. Freie Schulen hätten immer ein Stück Spielraum zwischen Chance und Risiko. Besonders zu begrüßen sei unter anderem auch die wissenschaftliche Begleitung der Schulen, in denen die Zukunft unserer Kinder entschieden werde.

In ihren eröffnenden Worten knüpften Anette Scheunpflug und Henrik Simojoki an die Dissertation von Ruppert „Geschichte ist Gegenwart. Ein Beitrag zu einer fachdidaktischen Theorie der Kirchengeschichte“ an, in der er bereits 1984 Unrecht und Gewalt in globalen Interaktionszusammenhängen anprangerte. Sie fragten sodann, was sich eigentlich verändere, wenn wir den Blick verändern auf „Global Age“. Sie drückten ihre Freude aus, dass sie gemeinsam wissenschaftlich diesen Fragen nachgehen können.

OKR Detlev Bierbaum hob hervor, dass sein Herz für die evangelischen Schulen schlagen würde. Er verdeutlichte an der Beispielerzählung vom barmherzigen Samariter den Begriff der Nächstenliebe im Spannungsfeld von Eigenem und Fremden. Es gehe um die Frage nach der Identität und dem Profil evangelischer Schulen in globaler Perspektive. Freilich gäbe es das Evangelische per se nicht. Identität bilde sich immer nur in Auseinandersetzung mit dem Anderen. Deshalb müsse das Profil evangelischer Schulen immer wieder neu bestimmt und Angebote zur Aneignung von Pluralitätsfähigkeit gemacht werden.

Die Stifterin Barbara Lambrecht-Schadeberg erläuterte kurz die Gründungsgeschichte der Barbara-Schadeberg-Stiftung. Als sogenannte „Kanzelschwalbe“ habe der christliche Glaube immer eine tragende Rolle in ihrem Leben gespielt. Sie trug der Gedanke, was sie tun könne, um die Gute Nachricht unter die Menschen zu bringen. Sie wollte evangelische Lebenshaltung und die Botschaft von Jesus Christus an einem anderen Ort als nur in der Kirche in Berührung kommen lassen. Kirchen sollten sich nach ihrer Meinung mehr mit Schulen befassen. Bis heute hat die Barbara-Schadeberg-Stiftung über 120 evangelische Schulen beraten und begleiten sowie Lehrerfortbildung unterstützen können. Die Stiftung werde ihr Engagement für evangelische Schulen auch künftig fortsetzen und weiterhin Ermöglichungsräume bieten.

In ihrem Vortrag „Afrika, Europa und die Zukunft des Christentums“ warfen Andreas Nehring und William Ondieki Obaga eindrucksvolle religionswissenschaftliche und theologische Schlaglichter auf den globalen Religionswandel.

Prof. Nehring erinnerte neben der zeitlichen Dimension von Theologie und Kirche auch an die räumliche Dimension der globalen Vielgestaltigkeit der christlichen Religion, der World Christianity. Er stellte die Aussage im ÖRK-Missionspapier von Busan aus dem Jahre 2013 heraus, dass es eine Verlagerung von der „Mission hin zu den Rändern“ zur „Mission von den Rändern her“ gibt, und verwies auf die demographische Untersuchung „The next Christendom“ des Historikers Philip Jenkins, nach der es zu einer enormen Verschiebung des Christentums in den Süden kommt, das heißt konkret nach Afrika und Lateinamerika. „Christianity moves South“! Zurecht fragte er an, ob angesichts der rasanten Ausdifferenzierung von Christentümern, angesichts der Ausbildung von spezifischen kontextuellen Theologien in weiten Teilen des südlichen Christentums und angesichts einer Pluralisierung von methodischen Zugriffen auf theologische Themen ökumenische Einheit als Symbol des Reiches Gottes und als eschatologische Hoffnung sich nicht inzwischen in eine theologisch zwar legitimierte, jedoch in konkreten Vollzügen gar nicht mehr erstrebenswerte Vision aufgelöst hat. Als wesentliches Moment der Ökumene hielt er die Begegnung mit „dem Anderen“ fest, sei es in interkulturellen, interkonfessionellen oder interreligiösen Begegnungen.

Dr. Obaga drückte seine Freude aus, die Perspektiven aus dem Vortrag von Prof. Nehring konkretisieren zu dürfen. Die ganze Welt sei eine Welt von kleinen Nachbarschaften geworden. Er erinnerte an die christlichen Kirchenväter Nordafrikas, die dann Europa beeinflusst haben. 1844 gab es in Tansania keinen einzigen Christen, heute seien 85% der Bevölkerung christlich. Er sprach auch über die Rolle der Missionare seit Ende des 19. Jahrhunderts, die ganz unterschiedliche „Christentümer“ mitgebracht hätten samt innereuropäischer Konflikte. Schließlich machte er nachdrücklich klar, dass es das Afrika nicht gibt. Aktuell gäbe es eine Mischung aus afrikanischem und europäischen Christentum.

Annette Scheunpflug und Henrik Simojoki stellten in ihrem Vortrag „Evangelische Schulen in der Einen Welt“ wichtige erziehungswissenschaftliche und religionspädagogische Perspektiven und Konkretisierungen vor. Sie nahmen dabei überwiegend Bezug auf das Projekt „schools500reformation“. Prof. Scheunpflug und Prof. Simojoki begründeten zum einen, warum es wichtig ist, evangelische Schulbildung in einem globalen Bezugshorizont zu reflektieren und auch konkret anzulegen, und zeigten anhand einer Aktion des Projektes „schools500reformation“ exemplarisch auf, wie eine solche Horizonterweiterung und Perspektivenverschränkung vonstattengehen kann, einschließlich der damit verbundenen Herausforderungen. Sie fokussierten Schulen allgemein als Teil der Weltgesellschaft und bezeichneten letztere als Lernherausforderung – insbesondere hinsichtlich Sprache, Kontextualisierung und Übersetzung sowie Selbstzuordnungsunterstützung. Gemeinsam plädierten sie nachdrücklich dafür, in Prozessen religiöser Bildung und christlich fundierter Schulentwicklung der globalen Bildungsdimension stärkeres Gewicht zu geben, und erinnerten an die dem christlichen Glauben inhärente Globalität, die derzeit in ganz unterschiedlichen theologischen Denkprojekten bearbeitet werden: Kontextuelle Theologien, öffentliche Theologien, interkulturelle Theologien oder Theologien der Kultur sowie das Projekt einer postkolonialen Theologie.

Im Rahmen der „schools500reformation“ Aktion „Erhebe deine Stimme und formuliere Thesen für eine bessere Zukunft“ wurden Protestbekundungen einer sechsten Klasse der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck und der Mabenga-Grundschule aus Goma in der Demokratischen Republik Kongo näher vorgestellt und für „touching realities“ geworben.

Manfred Pirner thematisierte im dritten Hauptvortrag „Öffentliche Religionspädagogik im globalen Horizont“. Er ging von der These aus, dass sich aus der Diskussion um das öffentliche Gemeinwohl in pluralistischen Gesellschaften wichtige Impulse für die Religionspädagogik gewinnen lassen. Das in den 1970er Jahren entstandene Konzept der Öffentlichen Theologie verortet sich bewusst im Kontext einer pluralistischen Gesellschaft, indem es die Partikularität von Christentum, Theologie und Kirche sowie deren Angewiesenheit auf den Dialog mit anderen bewusst bejaht. Auf dieser Basis will es seine eigenen spezifischen Beiträge zum Gemeinwohl aus dem Schatz der christlichen Tradition und Kommunikationsgemeinschaft einbringen. Prof. Pirner wies darauf hin, dass unter anderem die zunehmend drängendere Frage nach interreligiöser Verständigung und den tragfähigen Grundlagen von immer pluralistischer werdenden Gesellschaften die öffentliche und politische Dimension von Religion und Religionsunterricht stärker auch ins theologische und religionspädagogische Bewusstsein rücken ließen. Als Grundprinzipien der Öffentlichkeit markierte er Gleichheit, Freiheit, Rationalität und Universalität. Von entscheidender Bedeutung für eine öffentliche Religionspädagogik sei es, sich klar zu machen, dass es Öffentlichkeit heutzutage nur im Plural gäbe und dass diese Öffentlichkeiten in charakteristischen Mischungen von regionalen, nationalen und international-globalen Öffentlichkeiten wirksam seien. In Aufnahme von Pirners Gedanken liegt es nahe, evangelische Schulen als Raum der Einübung von öffentlichem religiös-weltanschaulichem Diskurs zu verstehen. In diesem Sinne entspräche dem Öffentlichkeitsbezug eine Praxis, die auf Sprach-, Verständigungs- und Reflexionsfähigkeit, also auf Öffentlichkeits- und Dialogfähigkeit zielt. Äußerst anregend sind seine 5 Konsequenzen für Selbstverständnis und Aufgaben von evangelischen Schulen!

Dr. Uta Hallwirth beleuchtete die Ergebnisse des Barbara-Schadeberg-Wettbewerbs 2016 und gab unter dem Titel „Global denken – lokal handeln“ Anregungen aus der und für die Praxis evangelischer Schulen. Es war zweifellos eine große Herausforderung für die Schulen, sich innerhalb der Trias Gesamtkonzept einer Evangelischen Schule – Globalisierung/Eine Welt – Konkretionen globalen Lernens zu positionieren. Hallwirth hebt unter anderem hervor, dass der Beitrag aus dem Laurentius-Gymnasium Neuendettelsau in schlüssiger Darstellung ein klares Gesamtkonzept/einen klaren roten Faden mit sehr reflektierten Konkretionen protestantischen Lebens und Lernens im Horizont der Globalisierung erkennen lässt. Der Beitrag des Gymnasiums Unterstrass Zürich profiliert das sehr interessante innovative Projekt eines zukünftigen neuen gymnasialen Bildungsgangs mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung mit dem Fokus auf globalen und gesellschaftlichen Fragen namens „Magna“ (mathematisch – global – naturwissenschaftlich). Der Beitrag des Christlichen Gymnasiums Jena kombiniert die Erfahrungen aus dem eigenen Unterrichtsfach Globales Lernen mit denen aus einem eindrucksvollen Chile-Projekt, in dem Schülerinnen und Schüler aus Jena in Chile in Schulen gehen und zudem dort in diversen sozialen Projekten arbeiten. Sie verdienen sich die Reisekosten durch eigenen Fundraisingeinsatz. Chilenische Schülerinnen und Schüler besuchen danach Jena.

Info/Erinnerung: Abgabetermin für Bewerbungen um den Barbara-Schadeberg-Preis 2016 ist der 1. August 2016!

Der Stiftungsvorstand lädt herzlich zur Teilnahme am Wettbewerb ein. Die Wettbewerbsausschreibung (von Juni 2015) findet sich zum Herunterladen unter Downloads.

Herzliche Einladung zu den 7. Barbara-Schadeberg-Vorlesungen am 27./28. Oktober 2016 in Bamberg (Stephanshof: Kapitelsaal)!

Unter dem Titel „Evangelische Schulen und religiöse Bildung in der Weltgesellschaft“ finden am 27. und 28. Oktober 2016 in Bamberg die 7. Barbara-Schadeberg-Vorlesungen statt. Sie fragen nach Identität und Profil evangelischer Schulen in globaler Perspektive. Die Stiftung veranstaltet die Vorlesungsreihe gemeinsam mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Außerdem wird in einer abendlichen Festveranstaltung am 27. Oktober der diesjährige Barbara-Schadeberg-Preis an die Gewinnerschulen verliehen.

Genaue Angaben zum Programm sowie zur Anmeldung können dem Vorlesungsflyer entnommen werden: s. Downloads.

Info: Abgabetermin für Förderanträge 2016 (II)

Förderanträge an den Stiftungsvorstand für das Jahr 2016 (II) sind bis spätestens 24. September an die Geschäftstelle der Stiftung zu richten.

Bundespräsident Gauck zeichnet Barbara Lambrecht-Schadeberg mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus

Barbara Lambrecht-Schadeberg und Bundespräsident Joachim Gauck beim Empfang in Schloss Bellevue nach der Ordensverleihung im Kreise ihrer Gäste.

Anlässlich einer Feierstunde im Schloss Bellevue hat Bundespräsident Joachim Gauck Barbara Lambrecht-Schadeberg, Mitinhaberin der Krombacher Brauerei, mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Insbesondere hob der Bundespräsident hervor, dass mit Barbara Lambrecht-Schadeberg eine würdige Person geehrt worden sei, die „zu Recht für ihr vorbildliches soziales und kulturelles Engagement ausgezeichnet“ würde. Er betonte dabei, dass es gerade dieser Bürgergeist sei, der das Gemeinwesen voranbringe.

Barbara Lambrecht-Schadeberg hat mit ihrem seit Jahren gleichermaßen großartigen bürgerschaftlichen wie großzügigen finanziellen Einsatz ganz maßgeblich dafür gesorgt, dass die großen kulturellen Institutionen des Siegerlandes entstehen und erhalten werden konnten. Sie ist als 1. Vorsitzende des Fördervereins eng der Philharmonie Südwestfalen verbunden und setzt sich für die Förderung junger Nachwuchstalente im Orchester ein. In ihrer eigenen Barbara-Schadeberg-Stiftung ist sie seit der Gründung 1993/1994 1. Vorsitzende im Vorstand und im Kuratorium und wirkt bei den Planungen und der Umsetzung der Stiftungsarbeit zum Aufbau und zur Förderung evangelischer Schulen aktiv mit. Ihr weiteres Engagement im sozialen Bereich ist begründet in ihrem Anliegen, altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen und sozial schwache Menschen in der dritten Lebensphase zu unterstützen.

Neben dem sozialen und kulturellen Engagement steht der Einsatz von Frau Lambrecht-Schadeberg für die Bildende Kunst. So setzte sie sich ab 1990 intensiv für die Verwirklichung des Museums für Gegenwartskunst in Siegen ein, das sich heute auf hohem internationalen Niveau präsentiert. Die Finanzierung des Betriebs des Siegener Museums für Gegenwartskunst durch die 1997 gegründete Peter-Paul-Rubens-Stiftung und dessen Absicherung durch eine „private-public partnership“ mit dem Land NRW, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Sparkasse Siegen und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe lag ihr dabei sehr am Herzen. Die öffentliche Hand stiftete rund 5 Mio. Euro und Barbara Lambrecht-Schadeberg 10,5 Mio. Euro ins Kapital der Peter-Paul-Rubens-Stiftung zu.
Ihre herausragende Kunstsammlung, die über 150 bedeutende Werke des 20. Jahrhunderts umfasst, hat Barbara Lambrecht-Schadeberg dem Museum für Gegenwartskunst in Siegen 2001 als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat sich Barbara Lambrecht-Schadeberg verpflichtet, den noch nicht der Stiftung zu Eigentum übertragenen Teil der Sammlung der Rubens-Preisträger spätestens von Todes wegen zuzustiften. In dieser Sammlung befinden sich Werke u.a. von Giorgio Morandi, Emil Schumacher, Cy Twombly, Fritz Winter, Sigmar Polke und Francis Bacon.

In dieser aktiven Beteiligung an kulturellen und sozialen Werken erschöpft sich das Engagement von Barbara Lambrecht-Schadeberg jedoch bei weitem nicht. Es sind an herausragenden Tätigkeiten des Weiteren eine seit Jahrzehnten umfängliche Förderung des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschlands, insbesondere deren Katastrophenhilfe sowie die Unterstützung der Katastrophenhilfe des Deutschen Roten Kreuzes zu nennen.

Nicht vergessen hat Barbara Lambrecht-Schadeberg dabei, dass ihr Engagement erst durch den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens möglich wurde. „Nur durch die Entwicklung der Krombacher Brauerei zu einer der führenden Premiumbrauereien in Deutschland ist es mir möglich, mein Engagement derart vielfältig zu gestalten. Die Krombacher Brauerei ist eng verwurzelt in der Region des Siegerlandes, und ich bin dankbar dafür, dass ich der Region und den Menschen, die dort leben, etwas zurückgeben kann.“ Barbara Lambrecht ist der festen Überzeugung, dass Kultur Identität stiftet, Lebensqualität schafft und somit auch zu einem wirtschaftlich relevanten Standortfaktor werden kann. Sie steht indessen nicht nur für kulturelles Engagement, sondern hat aus ihrem christlichen Grundverständnis heraus auch soziale Projekte ins Leben gerufen. „Die weltlichen Güter, mit denen ich gesegnet bin, verstehe ich als Leihgabe zum rechten Gebrauch und dazu gehört für mich auch, andere daran teilhaben zu lassen.“

18. Band „Schule auf dem Weg“ in der Reihe „Schule in evangelischer Trägerschaft“ erschienen

In der Reihe „Schule in evangelischer Trägerschaft“ des Waxmann Verlags Münster ist aktuell der 18. Band „Schule auf dem Weg“ erschienen.

Uta Hallwirth, Leiterin der von der Barbara-Schadeberg-Stiftung mitgetragenen Wissenschaftlichen Arbeitsstelle Evangelische Schule im Kirchenamt der EKD/Hannover, schildert den Schulentwicklungsprozess der Wichern-Schule Hamburg (Haupt- und Realschule) zu einer Reformschule/Stadtteilschule.
 

1 2 3 4 5 >