Nachrichten

Bundespräsident Gauck zeichnet Barbara Lambrecht-Schadeberg mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus

Barbara Lambrecht-Schadeberg und Bundespräsident Joachim Gauck beim Empfang in Schloss Bellevue nach der Ordensverleihung im Kreise ihrer Gäste.

Anlässlich einer Feierstunde im Schloss Bellevue hat Bundespräsident Joachim Gauck Barbara Lambrecht-Schadeberg, Mitinhaberin der Krombacher Brauerei, mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Insbesondere hob der Bundespräsident hervor, dass mit Barbara Lambrecht-Schadeberg eine würdige Person geehrt worden sei, die „zu Recht für ihr vorbildliches soziales und kulturelles Engagement ausgezeichnet“ würde. Er betonte dabei, dass es gerade dieser Bürgergeist sei, der das Gemeinwesen voranbringe.

Barbara Lambrecht-Schadeberg hat mit ihrem seit Jahren gleichermaßen großartigen bürgerschaftlichen wie großzügigen finanziellen Einsatz ganz maßgeblich dafür gesorgt, dass die großen kulturellen Institutionen des Siegerlandes entstehen und erhalten werden konnten. Sie ist als 1. Vorsitzende des Fördervereins eng der Philharmonie Südwestfalen verbunden und setzt sich für die Förderung junger Nachwuchstalente im Orchester ein. In ihrer eigenen Barbara-Schadeberg-Stiftung ist sie seit der Gründung 1993/1994 1. Vorsitzende im Vorstand und im Kuratorium und wirkt bei den Planungen und der Umsetzung der Stiftungsarbeit zum Aufbau und zur Förderung evangelischer Schulen aktiv mit. Ihr weiteres Engagement im sozialen Bereich ist begründet in ihrem Anliegen, altersgerechtes Wohnen zu ermöglichen und sozial schwache Menschen in der dritten Lebensphase zu unterstützen.

Neben dem sozialen und kulturellen Engagement steht der Einsatz von Frau Lambrecht-Schadeberg für die Bildende Kunst. So setzte sie sich ab 1990 intensiv für die Verwirklichung des Museums für Gegenwartskunst in Siegen ein, das sich heute auf hohem internationalen Niveau präsentiert. Die Finanzierung des Betriebs des Siegener Museums für Gegenwartskunst durch die 1997 gegründete Peter-Paul-Rubens-Stiftung und dessen Absicherung durch eine „private-public partnership“ mit dem Land NRW, dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Sparkasse Siegen und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe lag ihr dabei sehr am Herzen. Die öffentliche Hand stiftete rund 5 Mio. Euro und Barbara Lambrecht-Schadeberg 10,5 Mio. Euro ins Kapital der Peter-Paul-Rubens-Stiftung zu.
Ihre herausragende Kunstsammlung, die über 150 bedeutende Werke des 20. Jahrhunderts umfasst, hat Barbara Lambrecht-Schadeberg dem Museum für Gegenwartskunst in Siegen 2001 als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat sich Barbara Lambrecht-Schadeberg verpflichtet, den noch nicht der Stiftung zu Eigentum übertragenen Teil der Sammlung der Rubens-Preisträger spätestens von Todes wegen zuzustiften. In dieser Sammlung befinden sich Werke u.a. von Giorgio Morandi, Emil Schumacher, Cy Twombly, Fritz Winter, Sigmar Polke und Francis Bacon.

In dieser aktiven Beteiligung an kulturellen und sozialen Werken erschöpft sich das Engagement von Barbara Lambrecht-Schadeberg jedoch bei weitem nicht. Es sind an herausragenden Tätigkeiten des Weiteren eine seit Jahrzehnten umfängliche Förderung des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche Deutschlands, insbesondere deren Katastrophenhilfe sowie die Unterstützung der Katastrophenhilfe des Deutschen Roten Kreuzes zu nennen.

Nicht vergessen hat Barbara Lambrecht-Schadeberg dabei, dass ihr Engagement erst durch den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens möglich wurde. „Nur durch die Entwicklung der Krombacher Brauerei zu einer der führenden Premiumbrauereien in Deutschland ist es mir möglich, mein Engagement derart vielfältig zu gestalten. Die Krombacher Brauerei ist eng verwurzelt in der Region des Siegerlandes, und ich bin dankbar dafür, dass ich der Region und den Menschen, die dort leben, etwas zurückgeben kann.“ Barbara Lambrecht ist der festen Überzeugung, dass Kultur Identität stiftet, Lebensqualität schafft und somit auch zu einem wirtschaftlich relevanten Standortfaktor werden kann. Sie steht indessen nicht nur für kulturelles Engagement, sondern hat aus ihrem christlichen Grundverständnis heraus auch soziale Projekte ins Leben gerufen. „Die weltlichen Güter, mit denen ich gesegnet bin, verstehe ich als Leihgabe zum rechten Gebrauch und dazu gehört für mich auch, andere daran teilhaben zu lassen.“

<< Zur vorigen Seite