Die Stifterin

Barbara Lambrecht-Schadeberg ist 1935 geboren und im Siegerland – in Krombach und Kreuztal – aufgewachsen. Nach dem Abitur am Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium in Siegen-Weidenau beginnt sie ein Studium der Jurisprudenz in Freiburg. Weiter Studienorte sind Heidelberg und München. 1965 schließt sie in München ihr Jura-Studium mit dem Assessor-Examen ab. Parallel dazu absolviert sie in verschiedenen Brauereien Praktika.

1961 heiratet Barbara Lambrecht-Schadeberg Dr. Hans Lambrecht, der früh verstirbt; seit 1973 ist sie verwitwet.

1961 wird Barbara Lambrecht-Schadeberg Mitgesellschafterin der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG in Kreuztal-Krombach. Gemeinsam mit Friedrich Schadeberg und dessen Kindern Petra Schadeberg-Herrmann und Bernhard Schadeberg steht sie seitdem ununterbrochen dem Unternehmen vor.

Nach langen Jahren in der Schweiz lebt Frau Lambrecht-Schadeberg nun in Bonn am Rhein. Sie ist protestantisch erzogen und praktizierende Christin. Ihre privaten Interessen konzentrieren sich auf bildende Kunst, Musik und Literatur. Diese persönlichen Bindungen und Beziehungen sind der Beweggrund für ihre aktive Teilnahme am kulturellen und kirchlichen Leben des Siegerlandes und des jeweiligen Wohnortes.

Seit 1989 unterstützt Barbara Lambrecht-Schadeberg evangelische Schulen. 1994 überführt sie dieses Engagement in eine Stiftung nach dem Recht der Evangelischen Kirche von Westfalen. Zugleich ist sie die erste Vorsitzende der „Barbara-Schadeberg-Stiftung zur Förderung evangelischer Schulen“. Diese Stiftung hat in den letzten Jahren, vor allem in den neuen Bundesländern, die Gründung evangelischer Schulen helfend begleitet. Alle drei Jahre führt die Stiftung die Barbara-Schadeberg-Vorlesungen durch und vergibt dabei den Barbara Schadeberg-Preis an die jeweils prämierte Schule. Zudem unterstützt die Stiftung Schulen bei Weiterbildungs- und Profilierungsprogrammen für Lehrkräfte und Schüler/innen. Die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) hat dieses Engagement 2010 mit der Martin-Luther-Medaille geehrt.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Barbara Lambrecht-Schadeberg besteht in der Beteiligung an Konzeptentwicklung, Bau und Betrieb der „Nova Vita Seniorenresidenzen“. Gemeinsam mit Partnern hat sie unter der Marke Nova Vita bislang ein Haus in der Schweiz und vier in Deutschland gegründet. Die deutschen Nova Vita Seniorenresidenzen befinden sich in Bonn, Essen und in Berlin (2 Häuser). In ihrer ehemaligen schweizerischen Heimat ist Barbara Lambrecht-Schadeberg ebenfalls in diesem Zusammenhang tätig. Sichtbares Zeichen ist die Gründung der Stiftung „Fondation Lambrecht“ in Montreux, deren Zweck die Förderung der Seniorenarbeit der evangelischen Kirche des Kantons Waadt ist.

Ein besonderes Anliegen von Barbara Lambrecht-Schadeberg ist die Förderung von Kultur und Kunst. Bereits seit 1988 ist sie erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Philharmonie Südwestfalen e.V. in Siegen. 1997 gründet sie die Peter-Paul-Rubens-Stiftung und wird zugleich Präsidentin dieser Stiftung, die in der Folgezeit tatkräftig den Aufbau des „Museums für Gegenwartskunst“ im alten Telegrafenamt in Siegen vorantreibt. Im Wesentlichen hat die Stiftung zwei Kernaufgaben:

  • Sie unterstützt durch ihre Erträge den Betrieb des Museums in Siegen, das im Mai 2001 eröffnet worden ist.
  • Sie gibt die Sammlung Lambrecht-Schadeberg „Rubenspreisträger der Stadt Siegen“ als Dauerleihgabe in das Museum für Gegenwartskunst in Siegen.

Das Engagement für die Kultur im Siegerland geht indessen weiter: 1999 ist Barbara Lambrecht-Schadeberg Mitgründerin einer Stiftung, die gemeinsam mit der Bürgerschaft und den am Ort ansässigen Vereinen und Institutionen den Betrieb des „Apollo-Theaters“ in Siegen ermöglicht und absichert. Gemeinsam mit dem Landkreis Siegen-Wittgenstein gründet sie 2006 eine weitere Stiftung: diesmal mit dem Zweck, die Philharmonie Südwestfalen zu unterstützen.

Für ihr kontinuierliches und außergewöhnliches Engagement hat Barbara Lambrecht-Schadeberg in den vergangenen Jahren zahlreiche Ehrungen erhalten. So wird sie 2002 zur Ehrenbürgerin der Stadt Siegen ernannt. Nur zwei Jahre später bekommt sie das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Band des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. 2009 ehrt sie der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Verdienstorden des Landes.

2014 wurde ihr im Berliner Bode-Museum durch Bundespräsident Joachim Gauck der renommierte James-Simon-Preis verliehen und im März 2016 zeichnete sie der Bundespräsident in einer Feier im Schloss Bellevue mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus.

Barbara Lambrecht-Schadeberg ist Mitglied in verschiedenen Vereinen, die soziale, diakonische oder kulturelle, speziell musikalische Ziele verfolgen. Ihre Hobbies sind: Lesen, Ausstellungen, Oper, Theater, Konzert, Reisen. Was den Sport angeht, so liegen ihre Interessen beim Wandern, Skifahren und Golfen.

(April 2016)